Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 25.10.2014 
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Das Sabinchenlied

Hörprobe

Sabinchenlied 1. und 2. Strophe

Sein Geld hat er versoffen,
in Branntwein und in Bier.
Da kam er zu Sabinchen geloffen
und wollte welches von ihr.

Sie konnte ihm keines geben,
drum stahl sie auf der Stell,
von ihrer sauberen Dienstherrschaft,
zwei silberne Blechlöffel.

Doch schon nach sieben Wochen,
da kam der Diebstahl raus.
Da warf man das Sabinchen
mit Schande aus dem Haus.

Sie klagt's ihm mit Gewissensbissen,
ihr ist das Herz so schwer.
Doch jetzt will nichts mehr von ihr wissen
der Treuenbrietzener.

O, Du verfluchter Schuster,
Du rabenschwarzer Hund!
Da nimmt er gleich sein Rasiermesser
und schneidet ihr ab den Schlund.

Das Blut himmelaufwärts spritzte,
Sabinchen sank um und um.
Der treulose Schuster aus Treuenbrietzen,
der stand um sie herum.

In einem düst'ren Keller;
bei Wasser und bei Brot,
da hat er endlich eingestanden
die schaurige Moritot.

Am Galgen ward der Treuenbrietzener
gehängt durch einen Strick.
Dazu hat ihn gebracht die Untreu
und auch die falsche Tück.

Und die Moral von der Geschicht:
Trau' keinem Schuster nicht!
Denn der Krug geht so lange zu Wasser,
bis ihm der Henkel abbricht.

 

Die Zeichnungen zur Moritat stellte uns freundlicher Weise der Autor Herr Harry Prüfert zur Verfügung.