Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 04.09.2010 

Sabinchenstadt Treuenbrietzen -
                                      Geschichte zum Anfassen

Das Heimatmuseum Die erste urkundliche Erwähnung Treuenbrietzens als "brezna" bezeichnet eine askanische Burg, in deren Umfeld sich die dörflichen Siedlungen Sernow, Budorf und Burchbrizna befinden. Ende des 13. Jh. bis Anfang des 14. Jh. wachsen die beiden Siedlungen, die sich um die heute noch erhaltenen Kirchen St. Marien und St. Nikolai entwickelt haben, zu einem Stadtgefüge zusammen, das durch eine Stadtmauer mit drei Toren geschützt wird. Der ovale Stadtgrundriß weist die für Gründerstädte charakteristische regelmäßige Rasterung auf. Die nordost-südwestlich verlaufende Hauptverkehrsstraße bildet eine angerartige Aufweitung, in deren Zentrum das Rathaus steht. 

Der dreißigjährige Krieg und ein Großbrand um 1716 vernichten einen großen Teil der mittelalterlichen Bausubstanz, auf deren Grundriß der Wiederaufbau überwiegend in Fachwerkbauweise geschieht. Der das Ortsbild prägende Gebäudetyp ist der des Dielenhauses, der aus der Ansiedlung fämischer Weber- und Tuchmacherfamilien resultiert.

Das Gut Frohnsdorf kommt 1428 durch Ankauf zu "Brietzen".

Als mit zunehmender Industrialisierung in Deutschland die Volksgartenbewegung aufkommt, werden in Treuenbrietzen die bis heute erhaltenen Parkanlagen mit ihrem Baumbestand sowie die Stadtbepflanzung auf Initiative des Ratsherren und Apothekers C. A.Pauckert angelegt. War der wesentliche Wirtschaftssektor bis dahin die Landwirtschaft und der Weinbau gewesen, entwickelt sich im Zuge der Industrialisierung die Tuchfabrikation zum bestimmenden Gewerbe der Stadt.

Dampflok im Bahnhof Treuenbrietzen
Mit der Einweihung der Eisenbahnstrecken Treuenbrietzen - Jüterbog und Treuenbrietzen - Niemegk - Belzig ist die Hoffnung des wirtschaftlichen Aufschwungs verbunden. Da die örtlichen Tuchmanufakturen jedoch nicht gegen die Luckenwalder Textilindustrie konkurrieren können, entwickelt sich die Stadt Treuenbrietzen zur Ackerbürgerstadt mit Verwaltungsfunktionen sowie einer kleineren Holz- und Metallwarenfabrikation zurück.

Erst 1933 entwickelt sich die Stadt in größerem Umfang mit der Ansiedlung der Munitionsfabriken Sebaldushof und Selterhof. Zur Unterbringung der zahlreichen angesiedelten Arbeitskräfte entstehen die Berliner, Leipziger und Kameruner Siedlung. Nachdem die beiden Werke nach dem zweiten Weltkrieg aufgegeben wurden, entwickelte sich die Metallwaren-, Meßgerätebau- und Spezialanhängerbauindustrie zum wichtigsten Arbeitgeber.

Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber wie auch eine stadtbedeutende Einrichtung ist das ehemalige Kreiskrankenhaus an der Johanniterstraße, seit 1994 als Johanniter Fachkrankenhaus für Rheumaerkrankungen geführt. als Arbeiter-Wanderheim erbaut, wurde es nach der Nutzung als Lazarett 1920 als allgemeines Krankenhaus eingerichtet. 1937 erfolgte eine Erweiterung zum Lungenkrankenhaus und 1969 die Widmung des stattlichen Gebäudekomplexes zum Kreiskrankenhaus.

Erfahren Sie mehr über wichtige Ereignisse durch die Treuenbrietzen geprägt wurde.

Persönlichkeiten mit Verdiensten um die Stadt:


Sicher haben Sie schon etwas vom Sabinchenlied gehört. Eine wahrlich "schauerliche" Begebenheit in der geschichtsträchtigen Vergangenheit der Stadt Treuenbrietzen.
Begeben Sie sich doch auf einen Spaziergang mit Sabinchen durch die Stadt.