Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 24.07.2014 
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Naturräumliche Gegebenheiten

Das Gemeindegebiet Treuenbrietzen ist aus naturräumlicher Sicht in zwei Großeinheiten, den Fläming und die Mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen, gegliedert.

Der Fläming mit der Haupteinheit Belziger Vorfläming prägt zum einen als flachwelliges bis leicht hügeliges Gelände den südlichen Gemarkungsteil von Treuenbrietzen. Zum anderen liegt die nördliche Gemarkung als Niederung am Rande des Baruther Tales. Im Gemeindegebiet wird das Baruther Tal durch die Nieplitz und deren Nebenfließe nach Norden entwässert.
Ausgeprägte Reliefsprünge mit Höhenunterschieden von ca. 80 m sind charakteristischer Bestandteil des Treuenbrietzener Landschaftsraumes.

Für die Landwirtschaft sind die durch Sickerwasser bestimmten Sande sowie sandige bis lehmige Substrate mit Grundwasser- und/oder Staunässeeinfluß geprägten Böden von geringster, mäßiger bis mittlerer Eignung.
Die landwirtschaftliche Nutzung der Moorböden ist daher nur eingeschränkt möglich. Mit ihrer besonderen Nährstoff- und Wasserspeicherfunktion stellen sie jedoch ein hohes Potential für die Ansiedlung spezialisierter Biotoptypen dar.

Klima und Witterungsablauf des Landschaftsraumes sind durch das für Brandenburg charakteristische Übergangsklima mit kontinentalen Klimaelementen und maritimen Klimaeinflüssen in den höheren Lagen beeinflusst. Merkmale sind relative Niederschlagsarmut sowie mittlere Lufttemperaturwerte.

Die ausgedehnten Waldflächen dienen mit ihrer Filterfunktion als Frischluftentstehungsgebiete, die Acker- und Grünlandflächen als Kaltluftentstehungsgebiete, bei denen die Abkühlung der bodennahen Luftschichten besonders deutlich ist. Luftverunreinigungen werden laut Umweltbericht des Landes Brandenburg 1996 nur in sehr geringem Ausmaß für Treuenbrietzen festgestellt.
Treuenbrietzen gehört demnach zum lufthygienischen Entlastungsraum. Einschränkungen zu dieser Beurteilung ergeben sich aber aus den Emissionsentwicklungen der letzten Jahre, insbesondere durch die erhöhte Anzahl an Kraftfahrzeugen.
Entlang der Bundesstraßen B 2 und B 102 muss mit einer Schadstoffanreicherung der angrenzenden offenen Flächen gerechnet werden.
Angesichts der Filterwirkung des Bodens verringern sich dafür die Schadstoffanreicherungen der Waldgebiete.

Die Grundwasserqualität weist unter Einbeziehung der Parameter Grundwasserflurabstand und Bodenbeschaffenheit entsprechend der naturräumlichen Gliederung zwei unterschiedliche Bereiche aus.
Während das Baruther Tal ein Gebiet mit überwiegend ungeschütztem Grundwasser ist, kann für den Belziger Vorfläming ein relativer Schutz des Grundwassers festgestellt werden. Jedoch sind auch hier Gebietsanteile, in denen das Grundwasser als nicht gefährdet gegenüber flächenhaft eindringenden Schadstoffen gilt, nur vereinzelt vorhanden.
Für die quantitative Grundwasserneubildung kommt den offenen und landwirtschaftlich genutzten Flächen im nördlichen Teil des Gemeindegebietes besondere Bedeutung zu.

Im südlichen Teilbereich des Gebietes befinden sich ausgedehnte und zusammenhängende Waldflächen mit einem hohen Anteil an Kiefernforsten.
Seit einiger Zeit ist die Umwandlung in standortgerechtere Mischwaldforste zu erkennen.