Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 18.08.2019 

Martin Chemnitz (Theologe)

Als Sohn eines Tuchmachers wurde er am 9. November 1522 in Treuenbrietzen geboren. Seine Kindheit verlebte er in der Stadt und erlernte nach dem Tod seines Vaters bei seinem Bruder den Beruf eines Tuchmachers. Danach ging er auf das Gymnasium nach Magdeburg. In Frankfurt Oder und in Wittenberg studierte er anschließend. In Wittenberg lernte er Melanchton kennen. Kurze Zeit war er Magister der Universität in Königsberg und Hofbibliothekar des Herzogs, bevor er wieder nach Wittenberg zurückkehrte. Martin Chemnitz wurde zum Ehrendoktor der protestantischen Theologie ernannt. 1554 ging er nach Braunschweig und wurde dort Generalsuperintendent, Oberpfarrer und Mitglied des Konsistoriums. Seine Hauptaufgabe war die Ausarbeitung der Klosterberger Konkordienformel, die zur Vereinigung der evangelischen Kirchen Sachsens, Brandenburgs und der Pfalz gegen den vordringenden Jesuitenorden führte. Als den zweiten Martin der lutherischen Kirche bezeichneten ihn die Jesuiten. Am 8. April 1586 starb er in Braunschweig und ist dort beigesetzt.

 

Biographie

  • geboren am 9. November 1522 in Treuenbrietzen als Sohn eines Tuchmachers
  • 1536 Schule in Wittenberg (halbes Jahr)
  • Tuchmacherlehre erwies sich als ungeeignet
  • 1539 Schule in Magdeburg
  • 1543 Universität Frankfurt (Oder)
  • 1544 Schuldienst in Writzen an der Oder
  • 1545 Studium in Wittenberg und Königsberg in Preußen
  • wurde durch seine astrologischen Weissagungen bekannt
  • 1549 bis 1553 Bibliothekar unter Herzog Albrecht
  • Berufung nach Braunschweig, wo er zuerst als Coadjutor (Beigeordneter), dann
    als Pastor und als Superintendent auf Dauer blieb
  • verfasste einige Schriften, wodurch er sehr bekannt wurde
  • ging 1584 in den Ruhestand
  • starb am 08. April 1586
  • ihm zu Ehren wurde ein Denkmal von der St. Martinikirche in Braunschweig errichtet