Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 21.04.2019 

Ein Spaziergang mit Sabinchen

Das Sabinchen vor dem SabinchenbrunnenAls Sabinchen aus der "Moritat" bekannt, ist mein Platz auf dem Brunnen mitten in unserem Städtchen. Ich möchte Sie zu einem kleinen Rundgang einladen um Sie auf einige Sehenswürdigkeiten aufmerksam zu machen.
Hier stehe ich vor dem Treuenbrietzener Rathaus, dass der heutige Sitz der Verwaltung ist. Hinter dem Rathaus befinden sich die Hakenbuden auf einer Verkehrsinsel. Als nächstes gehen Sie am besten über die Bäckerstraße und biegen in der Neuen Marktstraße ein. Gleich im Haus Nr. 1 wurde der Komponist Christoph Nichelmann 1717 geboren. An der 1220 erbauten Nikolaikirche biegen Sie nun nach rechts in die Kietzstraße und gehen bis zum Schwanenteich mit der Badeanstalt. Unter den Bäumen der Parkanlage vor der Badeanstalt steht ein Denkmal für den Komponisten und Hofkapellmeiste Friedrich Heinrich Himmel, der 1765 in Treuenbrietzen geboren wurde und später der Klavierlehrer der Königin Luise war. Zu einer der schönsten Kriegergedenkstätten der Mark Brandenburg kommen Sie, wenn Sie ein paar Schritte weitergehen. Gehen Sie links durch das Tor der Gedenkstätte und über die Nieplitz und Sie befinden sich auf dem Pauckert-Weg, mit seinem Gedenkstein. Dieser 1814 geborene Mann war Apotheker und Biologe. Carl August Pauckert erforschte die Flora von Treuenbrietzen und schuf diese Anlage 1857 zum größten Teil eigenhändig.
Über die Bäckerstraße gehen Sie nun entlang bis zum Ende der Parkanlage. Rechts sehen Sie dann auf den historischen Boden die 1994 in Betrieb genommene Senioren-Wohnpark-Anlage, die mit ihren Ein- und Zweibettzimmern alten Menschen noch ein schönen Lebensabend bietet. Nun biegen Sie links in die Marienkirchstraße ein. Vor sich sehen Sie die ebenfalls 1220 erbaute Marienkirche, deren Turm aber erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Im Vordergrund – mit einer Maurer umgeben – das ehemalige Zeughaus aus der Zeit als Treuenbrietzen noch Garnisions- und Grenzstadt zu Sachsen war. Rechts befindet sich die Geschwister-Scholl-Schule, die 1803 bis 1805 erbaut wurde. Vor der Marienkirche steht eine Linde. Es ist diejenige Linde unter der Luther in Treuenbrietzen gepredigt haben soll. Etwa in Höhe der Ampelanlage steht ein Gedenkstein für Martin Chemnitz, der 1522 in Treuenbrietzen geboren wurde. Er hat zur Durchsetzung der Reformation beigetragen.
Wenn Sie die Straße überqueren gehen Sie nun an einem Rest der Stadtmauer entlang durch die Lindenallee. Gleich rechts gibt es einen Jugendclub und dahinter eine Turnhalle. Aber Sie biegen links in die Gartenstraße ein, die dann in die neuen Parkanlagen einmündet. Der 1993 erst renovierte Wasserturm grüßt Sie von der linken Seite.
Nun kommen Sie am Pulverturm vorbei. Unten fließt der Schanzgraben, aus den eingeebneten Wällen wurden Gärten. Am Ende der Anlagen wurde 1872 ein Krankenhaus errichtet, das aber mit dem Bau der Krankenanstalten in Treuenbrietzen-Süd aufgelöst wurde und nun zu Wohnzwecken diente. Gleich daneben befand sich das alte Krankenhaus, das dann als Obdachlosenasyl bzw. Armenhaus diente. Der besterhaltene Teil der Stadtmauer schließt sich nun bis zur Großstraße an. Das Heimatmuseum, auch Heilig-Geist-Kapelle genannt, ist links zu sehen. Es ist ganzjährig vielfältig nutzbar.
Hier ist nun unser kleiner Spaziergang zu Ende. Wir haben noch so viele schöne Fleckchen und Wandermöglichkeiten, die Sie unbedingt sehen sollten.

Darum rufe ich Ihnen ein herzliches "Auf Wiedersehen" zu.