Stadt Treuenbrietzen
Großstraße 105
14929 Treuenbrietzen
Wappen der Stadt Treuenbrietzen 16.01.2019 

Pauckert - Ring


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Wir starten am Heimatverein, das 1352 erstmalig als Heilig-Geist-Kapelle erwähnt wurde. Nach dem 30 jährigen Krieg verfiel sie zur Ruine und wurde erst 1936 mit einem Fachwerkgeschoß und einem Kegeldach ausgebaut. Der Lehrer Oscar Brachwitz richtete sich dort mit einer Sammlung heimatgeschichtlicher Gegenstände ein. 1939 wurde der Bau dann als Heimatmuseum geöffnet.

Weiter geht es hinter der Mauer, hin zum Pulverturm. Er befindet sich in der Nähe zum Schanzgraben entlang der Stadtmauer und diente als Pulver und Munitionsmagazin bis 1877 für die Treuenbrietzener Garnison.


Heimatverein Treuenbrietzen

Dann entlang der Stadtmauer ( Sie wurde 1296 -1305 von Zinaer Mönchen errichtet und war einst acht bis zehn Meter hoch und einen Meter dick. Heute sind nur noch Reste der Stadtmauer zu besichtigen. ) hin zur St. Marienkirche und zum Gymnasium.

Mit dem Bau der St. Marienkirche wurde um 1220 begonnen. Sie ist eine spätromanisch begonnene und frühgotisch vollendete kreuzungsförmige Pfeilerbasilika. Der Bau ist eine der frühesten Beispiele für die Verwendung der Backsteine und für die Wölbetechnik an Stadtpfarrkirchen.

Das Gymnasium diente früher als Lazarett für die Treuenbrietzener Garnison und danach als Winterschule.

Oberhalb des Gymnasiums befindet sich der Paukertweg. An seinem Ende kommt man nach ,, klein Venedig". Wenn man von dort die Grundstücke betreten will, muss man erst über eine Brücke. Vorbei an ,, Klein Venedig" kommen wir zum Standort einer ehemaligen slawischen Burganlage aus dem 7. Jahrhundert. Diese dient jetzt als Wohnhaus bzw. als Seniorenwohnpark.


Pulverturm

Wir führen unsere Tour entlang der Gartenanlagen fort, überqueren die Bäckerstraße und gelangen zum Pauckertstein. Unweit von dort befindet sich der ,,Heldenstein", der an deutsch und sowjetische Kriegsopfer erinnert.

Dem Verlauf der Nieplitz folgend, vorbei am Denkmal des Komponisten Friedrich Heinrich Himmel gelangen wir zum jüdischen Friedhof.

Vorbei an Freibad, Schwanenteich und Spielpark, erreichen wir den Ausgangspunkt.

Carl August Pauckert wurde als Sohn eines Schneidermeisters am 6. Dezember 1814 in Treuenbrietzen geboren. Er verlebte seine Kindheit hier und wurde Schreiberlehrling im hiesigen Magistrat Büro. Anschließend begann er seine Lehre bei dem Apotheker Schwertfeger.


Wasserturm

Seine Gehilfenprüfung machte er in Frankfurt (Oder) und besuchte danach die Universität in Breslau. Aufgrund einer schweren Erkrankung seines Lehrmeisters kam er nach Treuenbrietzen zurück, wo er nach dessen Tod die Tochter des Hauses heiratete und später die Adlerapotheke übernahm.

Kurz darauf wurde er Stadtverordneter, Stadtverodnetenvorsteher und Ratsherr. Sein Verdienst für die Stadt war das Anlegen der Parkanlagen, deren Baumpflanzung er größtenteils selber durchgeführt hat. im Jahre 1880 ernannte ihn seine Heimatstadt zum Ehrenbürger.

Am 28. Juni 1885 starb er. 20 Jahre nach dem Tod wurde ihm zum Gedenken ein Stein im Pauckert-Ring errichtet.

Carl August Paukert
Carl August Pauckert