Stadt Treuenbrietzen
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Wappen der Stadt Treuenbrietzen 16.01.2019 

2. Energieforum


 
Energierathaus

04. Dezember 2014 im Bürgerhaus Treuenbrietzen

 

Großes Interesse an der Klimaschutz-Zukunft der Stadt Treuenbrietzen!

Etwa 30 interessierte Bürger, Unternehmer, Stadtverordnete und Ortsvorsteher kamen am 04. Dezember 2014 im Treuenbrietzener Bürgerhaus zusammen, um sich über die Ergebnisse des Kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzepts (KEK) zu informieren. Eingeladen hatte der Energie- und Klimaschutzmanager der Stadt Treuenbrietzen, André Hoyer. Die abendliche Veranstaltung dient als Weiterführung der in der Startphase entstandenen Idee des Energieforums, welches zum ersten Mal im Juli 2014 durchgeführt wurde. Mit dem ENERGIEFORUM Treuenbrietzen möchte die Stadt bereits während der Erarbeitung und darüber hinaus etwa ein- bis zweimal jährlich eine Plattform anbieten, um zu laufenden und geplanten Maßnahmen zu informieren und mit den lokalen Akteuren in eine ergebnisreiche Diskussion zu gelangen.

Wo steht Treuenbrietzen?

Zur Einführung stellte Tobias Schmeja, von dem mit der Konzepterstellung beauftragten Unternehmen Ernst Basler + Partner die energetische Ausgangssituation Treuenbrietzens dar. Verkürzt sich die Diskussion der „Energiewende“ heute meist auf eine Stromdebatte, so zeigt die Bilanz das mit 86% die meiste Energie in Treuenbrietzen für Wärme und Kraftstoffe verbraucht wird. Allein für die 7,4 Millionen Liter Kraftstoff, die 2012 verbraucht wurden, gaben die Treuenbrietzener rund 11 Millionen Euro aus – ein empfindlicher Wertschöpfungsverlust für die Kleinstadt! Der gesamte Energieverbrauch verursachte 2012 Emissionen in Höhe von 51.000 Tonnen des Klimagases CO2.

Künftige Chancen und Potenziale der Stadt.

Während die Analyse beim Windenergiepotenzial einen bereits hohen Nutzungsgrad aufzeigt, liegen die größten unerschlossenen Potenziale in der Sonnen- und Bioenergienutzung. Diese  sollten insbesondere für die örtliche Wärmebereitstellung genutzt werden, so Schmeja. Allein mit dem Restholz aus dem hohen Kommunalwaldbestand könnten bei konservativen Annahmen etwa 370 typische Haushalte mit Wärme versorgt werden. Ausgewählte Ergebnisse zu den Potenzialen der Energie- und Kosteneinsparung im Bereich der öffentlichen Gebäude sowie des Wohnbereichs stellte Neele Reimann-Philipp von complan Kommunalberatung vor. Durch das Projektteam wurden 26 öffentliche Gebäude untersucht und der Handlungsbedarf priorisiert. Einige große (Rathaus, Grundschule, Gymnasium) sowie mittlere Verbraucher (Dorfgemeinschaftshäuser, Kitas) weisen Strom- und Wärmeverbrauchswerte auf, die deutlich von Vergleichswerten der Energieeinsparverordnung  abweichen. Für ca. zehn der öffentlichen Gebäude werden noch konkrete Sanierungsempfehlungen formuliert. Durch Ernst Basler + Partner wurde zudem die Straßenbeleuchtung unter die Lupe genommen: ist der Verbrauch in den letzten 10 Jahren nahezu gleich geblieben, so stellt die Verdoppelung der Kosten auf ca. 120.000 Euro im gleichen Zeitraum eine stetig wachsende Belastung für den Stadthaushalt dar. Durch den Einsatz moderner Technologie sind in diesem Bereich sehr hohe Energie- und Kosteneinsparungen möglich. Investitionen rechnen sich immer schneller, weshalb viele Brandenburger Kommunen derzeit ihren Bestand sukzessive erneuern. Für Treuenbrietzen empfehlen sich zunächst erste Pilotprojekte, z. B. in Ortsteilen oder Straßenzügen mit besonders alten Anlagen. Begonnen wird mit einer Umrüstung der Straßenlaternen im Ortsteil Bardenitz. Im privaten Gebäudebestand besteht allein aufgrund des hohen Anteils un- oder nur teilsanierter Gebäude ein erhebliches Potenzial durch energetische Sanierung, die Optimierung von Anlagentechnik sowie optimiertes Verbraucherverhalten.

Die Energiewende vor Ort ist wirtschaftlich machbar!  Das Beispiel Landbäckerei Röhrig.

Dies kann als Fazit aus dem hochmotivierenden Beitrag von Herr Gauger von der Landbäckerei Röhrig gezogen werden. Er berichtete von sehr innovativen, bereits umgesetzten Versorgungslösungen seines Unternehmens in Blankensee (u. a. BHKW-Versorgung, Solarthermie, Photovoltaik-Anlage). Besonders betonte er dabei die notwendige Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen, ohne die es die Investitionen nicht gegeben hätte.

Das Konzept wird an den Maßnahmen gemessen!

André Hoyer und die Gutachter präsentierten dem Publikum im Anschluss  über 40 Maßnahmen, die im Ergebnis der Analysen entwickelt wurden und an die Konzeptionsphase anschließend umgesetzt werden sollen. Das breite Maßnahmenspektrum verdeutlicht dabei den hohen Anspruch des Energiekonzeptes und lässt sich in folgende Handlungsfelder unterteilen: Energieerzeugung und Energieinfrastruktur, Kommune (Öffentliche Gebäude/Anlagen), Wohngebäude & Siedlungsentwicklung, Unternehmen, Mobilität, Prozesssteuerung, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation.

Kleben für den Klimaschutz: die Wahl der Projektfavoriten!

Nach der Präsentation konnten die Teilnehmer mit Klebepunkten ausgestattet ihre Favoriten unter den zahlreichen Maßnahmen wählen, mit anderen Interessierten in die Diskussion kommen und die künftige Prioritätensetzung mitbestimmen. Als Gewinner gingen aus der Abstimmung die Maßnahmen »Regionalladen« (Bereich: Unternehmen), »Energieberater für Hausbesitzer« (Bereich: Wohngebäude und Siedlungsentwicklung) und das  »Mitmach-Energiehaus Treuenbrietzen« (Bereich: Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation) deutlich hervor.

Wie geht’s weiter?

In den nächsten Wochen werden die Maßnahmen weiterentwickelt und der Bericht abgeschlossen. Ziel ist die Fertigstellung des Kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes im März 2015.

Alle Beiträge aus dem 2. ENERGIEFORUM Treuenbrietzen können Sie hier nochmals ansehen:

 


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