| Im Jahr 2016 startete die Stadtverwaltung wiederholt den Versuch, einen Bürgerbus zu initiieren. Diese Idee kam auf, weil die Mobilität aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend durch den vorhandenen öffentlichen Nahverkehr abgedeckt war. Somit lag es nahe zu prüfen, ob ein Bus, welcher mithilfe von ehrenamtlichen Busfahrern besetzt ist, eine Lösung darstellen könnte. Leider gelang es nicht, genügend ehrenamtliche Fahrer zu finden, so dass die Idee nicht umgesetzt werden konnte. Parallel kristallisierte sich im Projektstart zu TransformBar mit dem Themenschwerpunkt Bürgerbeteiligung (2016) heraus, dass die Thematik „Mobilität“ von hohem öffentlichem Interesse ist. Während eines öffentlichen „Marktplatz der Ideen“ signalisierten die Bürgerinnen und Bürger ihren Bedarf. Unter anderem wurden folgende Wünsche beschrieben: Initiierung von Lebensmittellieferdiensten, Verbesserung der Bus- und Bahnverbindungen, Einrichtung einer Haltestelle Frohnsdorf (Bahn), Initiierung eines Bürgerbusses / Rufbusses, Stärkung der Wanderrouten, Verbesserung der Verbindung der Ortsteile untereinander, Einrichtung eines (Fahrrad) Reparaturtreff, Einrichtung einer E-Bike Leihstation, Aufsetzen einer Mitfahrbörse oder auch Mitfahrbänken, Optimierung der Parkplatzsituation in der Innenstadt, Anstoßen der organisierten Verleihung privater Pkw (Carsharing).
Im Folgenden wurde eine Arbeitsgruppe zur Thematik ins Leben gerufen, die sich aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung, Ortsvorstehern sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzte. Die Leitung der Arbeitsgruppe (AG) übernahm der städtische Klimaschutzmanager Stefan Them. Ziel der AG war es nach Lösungsideen zu suchen und deren Umsetzung anzustoßen. Stadtverwaltung und Bürger/Innen sollten gemeinsam an Lösungen arbeiten. Inhaltlich besprochen wurden folgende Ideen: Bürgerbus: Die AG stufte diese Maßnahme im Rahmen ihrer Diskussion als zu betreuungsintensiv ein. CarSharing: aufgrund schlechter Netzabdeckung musste das Themenfeld zurückgestellt werden. Mitfahrplattformen: Diese Maßnahme ist als rechtlich bedenklich eingestuft worden. Stadtverwaltung wurde dazu aufgerufen, an der repräsentativen Verkehrserhebung des Landkreises 2021, teilzunehmen. Stärkung des bestehenden ÖPNV. Hierzu war Herr Hennig (Geschäftsführer Regiobus PM) geladen. Er gab zu bedenken, dass letztlich jede Anpassung an der Streckenauslastung hinge. Um den tatsächlichen Bedarf für den ÖPNV zu ermitteln, wurde daher unter wissenschaftlicher Begleitung ein Fragebogen entwickelt, welcher allen Bürger/Innen zuging (mehrmals in den Treuenbrietzener Nachrichten und in den Ortsteilen persönlich durch die Ortsvorsteher). Der Rücklauf der Fragebögen war dennoch mit 30 Bögen extrem gering, sodass noch einmal alle Ortsvorsteher eindringlich gebeten wurden mehr Rücklauf in ihren Dörfern zu generieren. Insgesamt wurden 38 Bögen ausgefüllt. Die geringe Anzahl war nicht repräsentativ genug, um damit an den ÖPNV herantreten zu können.
Kontinuierlich nahm die Teilnehmerzahl in der Arbeitsgruppe schließlich ab, weshalb diese zunächst pausiert. Am 23.10.2019 fand eine öffentliche Veranstaltung zur Erarbeitung eines Seniorenleitbildes in Treuenbrietzen statt. Innerhalb der Veranstaltung wurden erneut Defizite in der Mobilität benannt. Die Thematik wird in diesem Rahmen aktuell weiterverfolgt. Weitere Informationen zum Seniorenleitbild können Sie unter dem Link am Ende der Seite einsehen. Parallel wird diese Thematik regelmäßig in den Sitzungen der Ausschüsse und der Stadtverordnetenversammlung auf politischer Ebene diskutiert. |